Der Zuchtwart hat das Wort !

Aktuell und auf die jeweiligen Farbenschläge eingehend, gibt unser Zuchtwart Marnicq Demeur jährlich Bericht zum aktuellen Zuchtstand.
Hinweise die den Züchtern bei der Auswahl der Zuchttiere hilfreich sein sollen werden nachfolgend gegeben.
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Schulung Kupfer- und Goldblauflügel

zur HSS in Frankenau 20/11/2010


1.Gleichmäßigkeit in der Grundfarbe. Durchfärbung (Ohren, Schenkel,
Seiten, Nacken und Keil)


Kupfer:
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Ohren, Keil, Afterecken und Schenkel können besser
durchgefärbt sein (Wünsche). Hohe, saubere, ganz durchgefärbte Seiten
sind zu wenig vorhanden.



Gold:
====
Meistens in Ordnung. Keil nicht
durchgefärbt ist ein Mangel.










Glanzsaum:
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Die stumpfen, dunklen und glanzlosen Federspitzen stören!
Sie sind schwer zurück- zudrängen und vererben sich hartnäckig!



Kupfer und Gold:
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Immer ansprechen (Wünsche). Wenn es zu viele Spitzen sind ist es ein Mangel.

2. Kopf- und Keilfarbe:
=======
Zu dunkle Kopffarbe ist im Kupfer
eher ein Problem als in Gold. Auf
nicht gleichmäßige glanzreiche Stirn
und Oberköpfe ist bei beiden Farben
zu achten.


Gold:
=====
Es ist im Kopf und im Keil im Jahr 2010 wieder mehr Rotglanz zu sehen gewesen. Wenn es nur ein Hauch ist dann unter Wünsche notieren. Wenn es um deutlichen Rotglanz geht dann ist es ein Mangel.

3 . Halskupfer und Halsgold:
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Verschiedene Varianten:
Vorzüge sind:
Kopf-Hals-Brustübergang ist einwandfrei. Das ist ein Wertmesser an Qualität!

Wünsche sind:
Gleichmäßigkeit mehr oder weniger unterbrochen.

Fehler / Mangel:
Deutlicher, ungleichmäßiger Halsring. 2 oder 3 unterschiedliche Farben.





















4 . Grünglanz im Hals:
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Kupfer:

Vorzüge:
Halsfarbe feuriges Kupfer ohne Grünglanz. Idee Grünglanz (oder Idee Gesichtsgrün) in Kombination mit super Kupfer von Kopf bis Keil.

Wünsche:
Grünglanz im Hals, Idee Grünglanz (oder Idee Gesichtsgrün) in Kombination mit einem anderen Wunsch im Kupfer.

Fehler / Mangel:
Grüner Hals, Grünglanz im Hals und ab Brust nachlassendes Kupfer oder absetzende Brust, das heißt ab Brust ohne Feuer.

Gold:
Grünglanz im Halsbereich ist immer ein Fehler.





















5. Rückenfarbe:
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Vorzüge:
durchgefärbt und einfarbig blau.

Wünsche:
wenig oder etwas mehr aufgehellt.

Fehler / Mangel:
ausgesprochen heller oder weißer Rücken.





















6. Schwanzbinde:
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In Kupfer und Gold sind die Schwanzbinden nicht immer zufriedenstellend. Da die nicht durchgefärbten Schwanzbinden auch hartnäckig vererben, ist der Vorschlag der beiden Arbeitsgruppen:„Tiere die keine vernünftige Schwanzbinde haben, keine hohen Preise mehr zu vergeben“ ernst zu nehmen!





















7 . Bindenruß:
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Immer ansprechen und wenn stark sichtbar, strafen!

8. Bindenrost:
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Wenn das Kupfer oder Gold in Ordnung ist, ist Bindenrost bei 1,0 unter Wünsche anzusprechen (wenn wenig vorhanden) und bei der 0,1, wenn es nicht zu ausgesprochen viel ist, zu tolerieren und die Höchstnote bleibt möglich.

Augenfarbe, Spitzkappe Schwanzfederlage und Nackengefieder:
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Wie in der Schulung in 2009 (Riedlingen) hervorgehoben:
auch Sonderrichter achten bei Gimpeltauben auf Augenfarbe, Schwanzfederlage und Spitzkappe.




















Die Schwanzfederlage bei Blauflügel ist im allgemeinem in Ordnung. In Goldblau zeigt das Nackengefieder sich nicht überall geschlossen. Der Kamm vom Hinterhals bis zur Spitze ist zu verbessern.
                                                                        Marnicq Demeur.
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Immer mit wachem Auge im Einsatz,

unser Zuchtwart

Marnicq Demeur!



















Zur HSS 2009 in Riedlingen kamen in diesem Jahr Themen zur Sprache die sich durch alle Farbenschläge ziehen oder zu Problemen werden können wenn nicht gegengesteuert wird.
Augenfarbe, nicht geschlossenes Halsgefieder, selbst im Keil gab es Federanomalien und auch im Schwanzaufbau wurden Fehler in mehreren Farbenschlägen festgestellt.

Als Zuchtwart hatte ich, wie auch noch mehrere Kollegen, etwa 100 Tauben zu richten. Daneben noch eine Probearbeit und zwei Prüfungen abzunehmen, machte es in diesen Jahr nicht möglich auch noch über Grund-, Deckenfarbe oder Glanz in der Schulung zu sprechen. Aber wie schon im voraus (Vorbesprechung) abgesprochen, hatten die meisten Kollegen Beispiele ausgesucht mit problematischen Augenfarben oder inkorrekter Schwanzfeder-lage (Spaltschwanz, Dachschwanz, nach oben stehende Ortfedern). In der SR-Schulung wurde dann gezeigt, und auch abgesprochen, wann es noch in der Wunschkategorie oder schon in der Mängel-kategorie untergebracht werden soll.
In Goldblau werden auch Tiere gezeigt wo die Struktur des Gefieders nicht in Ordnung war: das Nackengefieder war nicht immer schließend und auch Kräuselgefieder im Keil wurde gesehen.






Gekräuseltes Gefieder in Keil und Bauch könnten auf fehlende Pflege (Baden) zurück zu führen sein.
Kann aber nicht hin genommen werden!













Hier wurde (oben und unten) das offene Nacken-gefieder moniert.
Die Feder muss anliegender sein!


Bei fast allen Farbenschlägen haben wir Augenprobleme.

Gold Blau:
                  - schlecht.










- akzeptabel



- in Ordnung

Kupfer Schwarz:
           
           - in Ordnung

           





           - an Äußerster Grenze


          




           - schlecht







Links ist die Schwanzbinde nicht durchgefärbt, das kann nicht länger geduldet werden. Rechts ist die Schwanzbinde völlig in Ordnung.










Schlechte Durchfärbung im Bauch-, Keilübergang!







Die Taube zeigt einen Dachschwanz,
was bei Goldschwarzen auch früher schon immer vor kam.









Typischer Dachschwanz,

noch dazu mit hängenden Ortfedern.





Immer häufiger treten Spaltschwänze auf.
Das kann in Zukunft nicht mehr im Wunschbereich bleiben,

sondern ist ein Ausschlussfehler!
            = u 0 !!!







Bei Gold Schwarz genau so
                     wie bei Kupfer Weiß !

                                                                        Marnicq Demeur

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